Jugendstrafrecht

Das Jugendstrafrecht

unterscheidet sich in den Delikten nicht vom Erwachsenenstrafrecht. Allerdings gibt es verfahrensrechtliche Besonderheiten, die ein Strafverteidiger genau kennen sollte. Es sieht andere Strafen vor als bei Erwachsenen, der Erziehungsgedanke steht hier im Vordergrund.
Der Verteidiger muss sich daher intensiv mit dem Jugendlichen befassen, um – über den Beitrag der Jugendgerichtshilfe hinaus – dem Gericht Hilfestellungen bei der Wahl der angemessenen Rechtsfolgen der Tat zu geben.

Vorab ist natürlich – wie bei Erwachsenen – stets aus anwaltlicher Sicht zu prüfen, ob überhaupt ein strafbares Verhalten vorliegt und dieses nachweisbar ist. Im Verfahrensrecht ist ein Jugendlicher mit geringer Lebenserfahrung noch stärker überfordert als ein Erwachsener ohnehin.

Bei Heranwachsenden (zwischen 18 und 21 Jahren) muss das Gericht entscheiden, ob Jugendstrafrecht oder Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommt. Jugendstrafrecht ist anzuwenden, wenn Reifeverzögerungen in der Person des Angeklagten gegeben sind oder es sich bei der Tat um eine jugendtypische Verfehlung handelt. Da die Anwendung des Jugendstrafrechts für den Angeklagten vorteilhafter ist, muss der Verteidiger die Weichenstellung des Gerichts zugunsten seines Mandanten beeinflussen und deshalb mögliche Gründe für die Anwendung des Jugendstrafrechts vorbringen.

Im Jugendstrafverfahren wird oftmals die Jugendgerichtshilfe eingeschaltet.
Die Aufgabe der Jugendgerichtshilfe ist es insbesondere, einen Bericht über die Entwicklung des Jugendlichen vorzubereiten.
Darüber hinaus kann die Jugendgerichtshilfe einen Vorschlag für eine zu verhängende Strafe machen bzw. Aussagen zu der Frage treffen, ob bei Heranwachsenden das Jugendstrafrecht oder das Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommen soll.

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