Fälle im Strafrecht aus der Kanzlei

Anwalt Strafrecht Oberhausen

Fälle im Strafrecht aus der Kanzlei im Jahr 2018

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in ein paar Fälle geben, in denen ich mich für unsere Mandanten engagiert habe.

Die Übersicht ist bei weitem nicht vollständig.

Soweit das Prozessergebnis mitgeteilt wird, weise ich darauf hin, dass dieses nicht pauschal auf weitere Fälle übertragbar ist.


ANKLAGE:  Sexualler Missbrauch von Kindern, §§ 176, 176 a StGB

Landgericht Duisburg: 2 Jahre auf Bewährung, Schadenswiedergutmachung durch Geldauflage

Meinem Mandanten wurde vorgeworfen, an einem Kind aus seinem Familienumfeld gegen dessen Willen drei sexuelle Handlungen vogenommen zu haben. Mein Mandant war nicht vorbestraft. Das Verteidigungsziel bestand darin, für meinen Mandanten eine Bewährungsstrafe zu erlangen. Dazu führte ich intensive Gespräche mit unserem Mandanten sowie dem Gericht.

In solchen Fällen ist es eine sehr schwierige Entscheidung, was besser ist: Die Tat gestehen oder abstreiten? Wenn die Tat abgestritten wird oder vor Gericht geschwiegen wird, muss die (vermeintlich) geschädigte Person vor Gericht detailliert zum gesamten Tatgeschehen aussagen. Das kann sehr belastend für alle Beteiligten sein. Wenn das Gericht dann dieser Person glaubt, kann das Urteil sehr hart ausfallen.

Allerdings hat man natürlich die Chance, Schwächen und Widersprüche in der Aussage herauszuarbeiten.

Es ist daher notwendig, sich als Anwalt nicht nur intensiv mit dem Akteninhalt, sondern mit dem Mandanten auseinanderzusetzen, um für ihn die beste Entscheidung zu treffen.

In diesem Fall hieß das: Ablegung eines Teilgeständnisses.

Mein Mandant bekam am Ende 2 Jahre auf Bewährung. Dazu als Auflage im Bewährungsbeschluss: Wiedergutmachung des Schadens durch Zahlung einer Geldauflage.


Durchsuchung, Beschlagnahme: Besitz/Erwerb kinderpornographischer Schriften

Amtsgericht Moers: Erlass eines Strafbefehls, Verhinderung eines öffentlichen Prozesses

Die Polizei durchsuchte die Wohnung meines späteren Mandanten wegen Verdacht auf Besitz, Erwerb und Verbreitung kinderpornographischer Schriften. Die Computer wurden beschlagnahmt. Mein Mandant hatte über einschlägige Internettauschbörsen Bildmaterial gesammelt und auch weitergegeben. Die Verteidigungsstrategie beinhaltete u.a., das Verfahren in die Länge zu ziehen. Der Mandant war nicht vorbestraft.

Nach Gespräch mit der Staatsanwaltschaft gelang es, daß mein Mandant nicht öffentlich angeklagt wurde, sondern nur einen Strafbefehl erhielt. Auf diese Weise konnte ein öffentlicher Prozess verhindert werden.


Strafbefehl: Strafgericht lehnt Erlass eines von der Staatsanwaltschft beantragten Strafbefehls ab

Amtsgericht Wesel: Freispruch

Meinem späterem Mandanten lag zur Last, eine nicht unerhebliche Sachbeschädigung begangen zu haben.

Außer Vermutungen enthielt die Ermittlungsakte jedoch keinen brauchbaren Beweis für die behauptete Tat, was ich der Staatsanwaltschaft mitteilte und zugleich beantragte, das Verfahren nach § 170 Abs. 2 StPO einzustellen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte jedoch einen Erlass eines Strafbefehls. Das Strafgericht lehnte den Erlass ab. Es war der gleichen Ansicht.

Gegen die Ablehung erhob die Staatsanwaltschft auch noch Beschwerde. Diese wurde zurückgewiesen. Das Gericht musste sich dabei auch nicht mit den Gründen der Ablehnung schlechthin mehr befassen, da die Staatsanwaltschaft nicht innerhalb der gesetzlichen Frist, sondern einen Tag zu spät, den Beschwerdeeingang bei Gericht veranlasste.

Im Ergebnis wurde mein Mandant freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens gingen zu Lasten der Staatskasse.


 

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